Muss der Vorname in das Impressum?

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Kurzeinführung Impressumspflicht

Unternehmen, die einen Webauftritt betreiben (sog. „Diensteanbieter“) müssen nach dem Telemediengesetz allgemeine Informationspflichten erfüllen. Gemeint ist damit das Impressum.

Dieses dient vor allem dazu dem Verbraucher die Möglichkeit zu verschaffen Ansprüche gegen den Unternehmer geltend zu machen. Aber auch im Unternehmensverkehr besteht häufig ein Bedürfnis nach schnell und einfach zu erhaltenden Informationen über den (künftigen) Geschäftspartner.

Oberlandesgericht: Vorname muss genannt werden

Wenn man den maßgeblichen § 5 Absatz 1 Nummer 1 TMG liest, kommt auch die informierte Unternehmerin oder der informierte Unternehmer nicht ohne weiteres auf diese Pflichtangabe im Impressum, denn der Wortlaut des Gesetzes spricht nur vom „Namen“. Eine gemeine Abmahnfalle, welche teuer werden kann.

Mögliche Sanktionen bei Unvollständigkeit des Impressums

Ein Verstoß gegen die Impressumsplficht nach § 5 TMG kann von Wettbewerbern oder Verbraucherverbänden abgemahnt werden. Auch Schadensersatzansprüche sind denkbar, wenn durch den Verstoß ein Schaden entstanden ist.

Was viele nicht wissen:  Verstöße gegen die Impressumspflicht nach § 5 TMG sind als Ordnungswidrigkeit nach dem Telemediengesetz mit bis zu 50 000,00 € bußgeldbewehrt. 

Fazit

„Name“ im Sinne von § 5 Telemediengesetz meint Vor– und Nachnamen. Wo steht das? Nirgends. Daher: Nichts wie rein damit in das Impressum!

Dejan Steger
Dejan Steger

Der Autor Dejan Steger ist Rechtsanwalt und Unternehmer und führt die Kanzlei Stegerrecht.

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